Website erstellen lassen: Kosten 2026 im Vergleich
Was kostet eine Website 2026? Baukasten vs. Freelancer vs. Agentur vs. KI-gestützt — mit konkreten Preisen und Entscheidungshilfe.

Die ehrliche Antwort
Zwischen 0 und 50.000+ Euro. Diese Spanne ist riesig — und ohne Kontext komplett nutzlos. Deshalb schlüssle ich hier die vier gängigen Wege auf, eine Website 2026 erstellen zu lassen. Mit echten Preisen und den jeweiligen Trade-offs.
Die vier Optionen im Vergleich
| Option | Kosten | Zeitraum | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Squarespace) | 10 – 50 EUR/Monat | 1 – 3 Tage | Hobby, Einzelunternehmer |
| Freelancer | 2.000 – 15.000 EUR | 2 – 6 Wochen | KMU mit individuellen Wünschen |
| Agentur | 10.000 – 50.000+ EUR | 2 – 6 Monate | Konzerne, komplexe Anforderungen |
| KI-gestützter Entwickler | 1.500 – 8.000 EUR | 1 – 2 Wochen | KMU, die Qualität und Tempo wollen |
Jede Option hat ihre Berechtigung. Es gibt keine universell "beste" Wahl — es hängt von deinem Budget, deinem Zeitplan und deinen tatsächlichen Anforderungen ab.
Option 1: Baukästen (Wix, Squarespace, Jimdo)
Du bekommst einen Drag-and-Drop-Editor, Hosting inklusive und ein Template zum Starten. Für eine einfache Visitenkarten-Website kann das reichen.
Wo es funktioniert: Du brauchst einen One-Pager mit Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktformular. Keine besonderen Funktionen, keine speziellen Design-Anforderungen.
Wo es scheitert: Sobald du individuelle Funktionen brauchst, Mehrsprachigkeit, eine echte SEO-Strategie oder Performance, die bei Google tatsächlich rankt. Baukästen generieren aufgeblähtes HTML, laden Drittanbieter-Scripts, die du nicht kontrollieren kannst, und schränken dich strukturell ein.
Reale Kosten: 15 – 50 EUR/Monat, also 180 – 600 EUR/Jahr. Über 3 Jahre summiert sich das auf 540 – 1.800 EUR — und dir gehört trotzdem nichts. Kündigung bedeutet: Website weg.
Option 2: Freelancer
Ein freiberuflicher Webentwickler oder Designer baut deine Seite auf WordPress, Webflow oder einem Custom-Stack. Die Qualität schwankt enorm — von Template-Anpassern für 800 EUR bis zu Senior-Entwicklern, die von Grund auf für 15.000 EUR bauen.
Typische Preisspanne für eine Unternehmenswebsite: 3.000 – 8.000 EUR. Dafür bekommst du ein responsives Design, SEO-Grundlagen, ein CMS für Inhalte und DSGVO-Konformität.
Der Haken: Einen guten Freelancer zu finden ist schwer. Viele sind überbucht oder verschwinden mitten im Projekt. Kein Backup, wenn sie krank werden. Und Wartung nach dem Launch? Oft Fehlanzeige.
Option 3: Agentur
Eine Webagentur bringt ein Team mit — Projektmanager, Designer, Entwickler, manchmal einen Texter. Für große Unternehmen mit komplexen Anforderungen (Intranet, Multi-Brand, Enterprise-CMS) ist das sinnvoll.
Für eine Standard-Unternehmenswebsite: 10.000 – 25.000 EUR sind üblich. Ein großer Teil davon geht in Projektmanagement, Meetings und Koordinations-Overhead.
Wenn du ein 5-Personen-Unternehmen bist und eine neue Website brauchst, ist eine Agentur wahrscheinlich überdimensioniert. Du zahlst für Struktur, die du nicht brauchst.
Option 4: KI-gestützte Entwicklung
So arbeite ich bei MaxMy.Business. Mit KI-Tools wie Claude Code kann ein erfahrener Entwickler in einer Woche bauen, wofür ein Team früher sechs Wochen gebraucht hat.
Die Code-Qualität ist dieselbe (oder besser — weniger Übergaben bedeuten weniger Missverständnisse). Die Geschwindigkeit kommt durch Automatisierung, nicht durch Abkürzungen. Du bekommst einen modernen Stack (Next.js, Tailwind CSS, TypeScript), von Tag eins SEO-optimiert, deployed auf Vercel oder Ähnlichem.
Typische Preisspanne: 1.500 – 8.000 EUR für eine Unternehmenswebsite. Wie auf meiner Webentwicklung-Seite beschrieben, beinhaltet das Design, Entwicklung, SEO und Deployment.
Was den Preis nach oben treibt
Egal welche Option du wählst — diese Features kosten extra:
- Custom Design: Ein individuelles Design statt Template. Rechne mit 1.500 – 5.000 EUR extra, je nach Komplexität.
- CMS-Anbindung: WordPress, Sanity, Strapi — damit du Inhalte selbst bearbeiten kannst. 500 – 2.000 EUR extra.
- E-Commerce: Produktseiten, Warenkorb, Bezahlung — das verdoppelt den Projektumfang. Mindestens 5.000 EUR extra.
- Mehrsprachigkeit: Jede zusätzliche Sprache bedeutet 30 – 50 % mehr Aufwand beim Content und erfordert eine saubere i18n-Architektur.
- SEO-Optimierung: Über die Basics hinaus (Meta-Tags, Sitemaps) — technisches SEO, Content-Strategie, Schema Markup. 1.000 – 3.000 EUR extra.
- Buchung / Formulare / Integrationen: Kalender-Buchung, CRM-Anbindung, Custom-Formulare. Jede Integration kostet 500 – 2.000 EUR extra.
Versteckte Kosten, die die meisten übersehen
Das Angebot ist erst der Anfang. Hier kommt, was noch dazu kommt:
- Hosting: 5 – 50 EUR/Monat, je nach Anbieter und Traffic. Vercel, Netlify und ähnliche bieten kostenlose Tarife für kleine Seiten.
- Domain: 10 – 50 EUR/Jahr für eine .de- oder .com-Domain. Premium-Domains kosten mehr.
- SSL-Zertifikat: Kostenlos mit Let's Encrypt (die meisten modernen Hoster liefern das mit). Kein Grund, 2026 noch für SSL zu bezahlen.
- Wartung & Updates: WordPress-Seiten brauchen monatliche Updates (Sicherheitspatches, Plugin-Updates). Rechne mit 50 – 200 EUR/Monat, oder lerne es selbst. Moderne statische Seiten (Next.js, Astro) brauchen deutlich weniger Wartung.
- Content-Updates: Neue Fotos, Textänderungen, Blogartikel. Entweder du machst es selbst (CMS nötig) oder du bezahlst jemanden für 50 – 150 EUR/Stunde.
- Analytics & Tracking: Google Analytics ist kostenlos. Datenschutzfreundliche Alternativen wie Plausible oder Fathom kosten 9 – 25 EUR/Monat.
Faustformel: Plane 500 – 2.000 EUR/Jahr für laufende Kosten ein, zusätzlich zum initialen Build.
Wann lohnt sich was?
Meine ehrliche Einschätzung nach dutzenden Website-Projekten:
- Wix/Squarespace — Du testest eine Geschäftsidee und brauchst dieses Wochenende etwas Online. Budget unter 500 EUR. Nimm die Trade-offs in Kauf.
- Freelancer — Du willst eine individuelle Website, hast 3.000 – 10.000 EUR Budget und kannst Zeit in die Suche nach der richtigen Person investieren.
- Agentur — Du bist ein mittelständisches Unternehmen mit komplexen Anforderungen, internen Stakeholdern und einem Budget über 15.000 EUR.
- KI-gestützter Entwickler — Du willst professionelle Qualität, schnelle Lieferung und modernen Tech-Stack — ohne Agentur-Overhead. Das ist der Sweet Spot für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen in 2026.
Wenn du unsicher bist, lies meinen Artikel über MVP-Kosten — die gleichen Prinzipien gelten. Starte schlank, validiere, dann investiere.
Häufige Fragen
Kann ich eine professionelle Website kostenlos erstellen?
Technisch ja — mit WordPress.org (selbst gehostet), einem kostenlosen Theme und günstigem Hosting (3 EUR/Monat). Aber "kostenlos" kostet Zeit. Viel davon. Wenn deine Zeit mehr als 20 EUR/Stunde wert ist, ist es meistens günstiger, jemanden zu beauftragen.
WordPress oder Custom-Entwicklung — was ist besser?
WordPress betreibt 40 % des Webs. Es ist eine solide Wahl, wenn du ein CMS brauchst und ein großes Plugin-Ökosystem willst. Custom-Entwicklung (Next.js, Astro) gibt dir bessere Performance, mehr Kontrolle und niedrigere Wartungskosten. Für ein Unternehmen, das vor allem Geschwindigkeit und SEO braucht, gewinnt Custom. Für eine blog-lastige Seite mit häufigen Content-Updates durch nicht-technisches Personal kann WordPress trotzdem Sinn machen.
Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?
Baukasten: 1 – 3 Tage. Freelancer: 2 – 6 Wochen. Agentur: 2 – 6 Monate. KI-gestützt: 1 – 2 Wochen. Das sind typische Zeiträume für eine Standard-Unternehmenswebsite mit 5 – 10 Seiten.
Was sollte ich vorbereiten, bevor ich einen Entwickler kontaktiere?
Drei Dinge: (1) Beispiele von Websites, die dir gefallen — designtechnisch und funktional, (2) dein Content (Texte, Fotos, Logo) oder zumindest eine grobe Struktur, und (3) eine klare Budget-Spanne. Je besser du vorbereitet bist, desto schneller und günstiger wird das Projekt.
Lohnt sich eine teure Website für ein kleines Unternehmen?
Kommt drauf an, was "teuer" heißt. 15.000 EUR für eine Agentur-Website, die du auch für 3.000 EUR bekommen könntest? Nein. 3.000 EUR für eine professionelle Website, die dir monatlich neue Kunden bringt? Absolut. Die Frage ist nicht der Preis, sondern der ROI. Eine gute Website ist kein Kostenpunkt — sie ist ein Vertriebskanal.
Ähnliche Artikel
Brauchst du Unterstützung?
Ich helfe dir, die richtige Technologie für dein Projekt zu wählen — und setze es um.
Erstgespräch vereinbaren