Website Redesign: Die komplette Checkliste 2026
Wann lohnt sich ein Website Redesign? Die komplette Checkliste mit 30+ Punkten — von Analyse bis Launch. Kein Punkt vergessen.

Deine Website ist drei Jahre alt. Vielleicht fünf. Das Design fühlt sich veraltet an, deine Absprungrate klettert stetig, und dein Wettbewerber hat letzten Monat was Neues gelauncht. Du denkst über ein Redesign nach.
Guter Instinkt — aber ein Redesign, das schiefläuft, kann deine Rankings zerstören, deinen Conversion-Funnel kaputtmachen und doppelt so viel kosten wie nötig. Ich hab das schon gesehen. Firma gibt 20k für eine schicke neue Seite aus, Traffic bricht 40% ein weil niemand an die SEO-Migration gedacht hat, und sechs Monate später stehen sie wieder am Anfang.
Diese Checkliste deckt jede Phase ab: von "brauche ich überhaupt ein Redesign?" bis zur Post-Launch-Überwachung. 30+ konkrete Punkte. Druck sie dir aus wenn du willst.
Phase 0: Brauchst du wirklich ein Redesign?
Nicht jede alternde Website braucht ein komplettes Redesign. Manchmal bringt eine gezielte Optimierung mehr für weniger Geld. Ein professioneller Website-Audit hilft dir rauszufinden, was du wirklich brauchst.
Zeichen, dass du ein komplettes Redesign brauchst
- Deine Seite ist nicht mobil-responsiv (passiert auch 2026 noch)
- Ladezeiten über 4 Sekunden auf Mobilgeräten
- Dein CMS wird nicht mehr gepflegt oder ist stark veraltet (altes WordPress, Joomla 3.x, Drupal 7)
- Der Tech-Stack hindert dich daran, Features umzusetzen, die du brauchst
- Deine Marke hat sich grundlegend verändert — neue Positionierung, neue Zielgruppe, neue Produkte
- Conversion-Rate unter dem Branchendurchschnitt trotz ordentlichem Traffic
- Die Seite ist ein Flickenteppich aus Plugins, Workarounds und technischen Schulden
Zeichen, dass Optimierung reicht
- Das Design ist ok, aber die Performance ist langsam — das ist ein Performance-Optimierungs-Projekt, kein Redesign
- Inhalte sind veraltet, aber die Struktur stimmt — Content aktualisieren
- Einzelne Seiten konvertieren nicht — diese Seiten A/B-testen
- SEO ist schwach — ein SEO-Overhaul ist günstiger als ein kompletter Rebuild
Phase 1: Analyse (Woche 1 – 2)
Bevor du ein einziges Pixel anfasst, brauchst du Daten. Meinungen sind billig — Daten sagen dir, was wirklich zählt.
Checkliste: Analyse
- Google Analytics Audit: Welche Seiten bekommen Traffic? Welche konvertieren? Wo steigen Leute aus?
- Core Web Vitals Check: LCP, FID/INP, CLS — deine Ausgangswerte
- SEO-Crawl: Aktuelle Rankings, indexierte Seiten, kaputte Links, Redirect-Ketten
- Heatmap-Analyse: Wo klicken Nutzer? Wie weit scrollen sie? (Hotjar, Microsoft Clarity)
- Wettbewerbsanalyse: Was machen die Top 3 – 5 Mitbewerber besser?
- Nutzer-Feedback: Was sagen Kunden über die Seite? Support-Tickets, Bewertungen, direktes Feedback
- Content-Audit: Welcher Content performt, welcher nicht? Was fehlt?
- Technische Bestandsaufnahme: Alle Integrationen, Formulare, Tracking-Scripts, Drittanbieter-Tools
Das Ergebnis: Ein Dokument, das dir genau sagt, was funktioniert, was kaputt ist und was sich ändern muss. Jede Design-Entscheidung danach sollte sich auf diese Analyse beziehen.
Phase 2: Strategie & Planung (Woche 2 – 3)
Checkliste: Strategie
- Ziele definieren: Was soll das Redesign bringen? Mehr Leads? Höherer Warenkorb? Niedrigere Absprungrate? Wähle 2 – 3 messbare Ziele
- Zielgruppe: Für wen baust du? Personas erstellen oder aktualisieren
- Sitemap: Neue Seitenstruktur basierend auf Analytics-Daten und Business-Zielen
- Content-Plan: Welche Seiten bleiben, welche gehen, welche sind neu? Wer schreibt die Inhalte?
- Tech-Stack-Entscheidung: Gleiche Plattform mit neuem Theme? Oder ein kompletter Rebuild auf moderner Technologie?
- Budget und Zeitplan: Realistisch, mit Puffern. Content dauert immer länger als erwartet
- SEO-Migrationsplan: URL-Mapping, Redirect-Plan, Content-Erhaltung (das ist nicht verhandelbar)
- Tracking-Setup: Welche KPIs wirst du messen? Tracking vor dem Launch einrichten, nicht danach
Phase 3: Design (Woche 3 – 5)
Checkliste: Design
- Wireframes zuerst: Layout und Informationsarchitektur vor dem visuellen Design
- Mobile-first: Design für den kleinsten Bildschirm zuerst, dann erweitern. 60%+ des Traffics kommt mobil
- Design-System: Farben, Typografie, Abstände, Komponenten — dokumentiert und konsistent
- Barrierefreiheit: Kontrastwerte, Schriftgrößen, Tastaturnavigation, Alt-Texte — von Anfang an, nicht nachträglich
- Performance-Budget: Max. Bildgrößen, Schriftart-Anzahl, JS-Bundle-Limits — setze die vor dem Design-Start
- CTA-Platzierung: Jede Seite braucht eine klare nächste Aktion. Above the Fold, sichtbar, überzeugend
- Vertrauenselemente: Bewertungen, Logos, Zertifizierungen — wo platzieren für maximale Wirkung
- Prototyp-Testing: Zeig das Design 5 – 10 echten Nutzern bevor die Entwicklung startet
Phase 4: Content-Migration (Woche 4 – 6)
Hier scheitern die meisten Redesigns. Das Design steht, die Entwicklung kann loslegen, aber der Content ist immer noch der alte. Migriere Content nicht einfach — verbessere ihn.
Checkliste: Content
- URL-Mapping: Alte URL → Neue URL für jede Seite. Ohne Ausnahme. Dieses Dokument verhindert die SEO-Katastrophe
- 301-Redirects: Jede alte URL, die sich ändert, muss auf die neue Adresse weiterleiten
- Content-Überarbeitung: Alte Texte nicht copy-pasten. Neu schreiben für die neue Struktur und Ziele
- Bildoptimierung: WebP-Format, passende Größen, Lazy Loading, aussagekräftige Alt-Texte
- Meta-Daten: Title-Tags, Meta-Descriptions, OG-Images — für jede Seite
- Interne Verlinkung: Alle internen Links auf die neue URL-Struktur aktualisieren
- Formulare: Jedes Formular testen. Prüfen, dass Einreichungen ankommen wo sie sollen
- Rechtstexte: Datenschutz, Impressum, AGB — Daten und Firmendaten aktualisieren
Phase 5: Entwicklung (Woche 5 – 8)
Checkliste: Entwicklung
- Staging-Umgebung: Auf einer separaten URL entwickeln, nie auf der Live-Seite
- Performance: Lighthouse-Scores 90+ auf jeder Seite. Während der Entwicklung testen, nicht am Ende
- Responsive-Testing: iPhone SE, Standard-Android, iPad, Desktop — mindestens
- Browser-Testing: Chrome, Safari, Firefox. Edge wenn deine Zielgruppe Richtung Corporate geht
- Strukturierte Daten: Schema.org-Markup für Organisation, Produkte, FAQ, Breadcrumbs
- XML-Sitemap: Automatisch generiert, enthält alle neuen URLs
- Robots.txt: Korrekt — Staging war blockiert, Produktion ist es nicht
- Cookie-Consent: DSGVO-konformes Banner, das Scripts tatsächlich blockiert bis zur Einwilligung
- Fehlerseiten: Eigene 404- und 500-Seiten, die Nutzern helfen statt sie zu verwirren
- Security-Headers: HSTS, X-Frame-Options, CSP — von Tag eins an setzen
Phase 6: Pre-Launch-Testing (Woche 8)
Checkliste: Bevor du den Schalter umlegst
- Kompletter Crawl: Screaming Frog oder Sitebulb auf der Staging-Seite ausführen. Null kaputte Links
- Redirect-Test: Jeden 301-Redirect testen. Alle
- Formular-Test: Jedes Formular absenden. Prüfen ob E-Mails ankommen, Daten korrekt gespeichert werden
- Speed-Test: PageSpeed Insights auf allen Key-Seiten. Mobil und Desktop
- Analytics-Check: Feuert das Tracking auf jeder Seite? Ziele und Events funktionsfähig?
- Search Console: Vorbereiten auf URL-Wechsel falls sich die Domain ändert
- Backup: Vollständiges Backup der alten Seite. Datenbank, Dateien, alles
- DNS TTL: TTL 48 Stunden vor Launch senken für schnellere Propagation
- Rollback-Plan: Wenn alles schiefgeht — wie bekommst du die alte Seite in 15 Minuten zurück?
Phase 7: Launch-Tag
Checkliste: Launch
- Deployment bei niedrigem Traffic: Dienstag oder Mittwoch morgens, nie Freitag
- DNS-Update: Domain auf das neue Hosting zeigen lassen
- SSL-Zertifikat: Prüfen, dass HTTPS auf allen Seiten funktioniert
- Redirect-Aktivierung: Alle 301s aktiv und funktionsfähig
- Staging-Blockaden entfernen: robots.txt erlaubt Crawling, noindex-Tags entfernt
- Sitemap einreichen: Neue Sitemap in die Google Search Console einreichen
- Monitoring: Error-Logs, Analytics und Server-Metriken in den ersten 2 Stunden beobachten
Phase 8: Post-Launch (Woche 9 – 12)
Das Redesign ist nicht fertig, wenn die Seite live geht. Die ersten 4 Wochen nach dem Launch sind die Phase, in der du Probleme fängst und optimierst.
Checkliste: Post-Launch
- Tägliches Monitoring (Woche 1): Rankings, Traffic, Fehler in der Search Console, Conversion-Raten
- 404-Monitoring: Täglich auf Crawl-Fehler prüfen und Redirects für übersehene URLs nachliefern
- Nutzer-Testing: 10 – 20 echte Sessions anschauen (Hotjar-Recordings). Wo haken Leute?
- Performance-Baselines: Neue Lighthouse-Scores und Core Web Vitals dokumentieren
- A/B-Testing: Anfangen, deine Key-Seiten gegen Varianten zu testen. Das Redesign war eine Hypothese — jetzt validieren
- Content-Lücken: Welche neuen Seiten performen schwach? Content, interne Links oder Struktur ergänzen
- Team-Schulung: Wenn du ein CMS hast — sicherstellen, dass dein Team weiß, wie es korrekt genutzt wird
Der eine Fehler, den alle machen
Sie fokussieren darauf, wie die neue Seite aussieht, und vergessen, was sie tut. Eine wunderschöne Website mit 40% langsameren Ladezeiten und kaputtem SEO ist ein Downgrade, kein Upgrade.
Das Design ist natürlich wichtig. Aber Performance, SEO-Migration und Content-Strategie sind wichtiger. Wenn du die richtig hinbekommst, schlägt selbst eine bescheidene Design-Verbesserung ein Redesign, das optisch beeindruckt aber die Basics ignoriert.
Brauchst du Hilfe bei deinem Redesign? Ich biete komplette Website-Rebuilds, die jede Phase abdecken — von der Analyse bis zur Post-Launch-Optimierung. Oder starte mit einem kostenlosen Website-Audit, um herauszufinden, was deine aktuelle Seite wirklich braucht.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert ein Website-Redesign?
Ein typisches Redesign dauert 8 – 12 Wochen von Kickoff bis Launch. Der größte Zeitfresser ist Content — wenn du neue Texte, Fotos und Übersetzungen brauchst, rechne 2 – 4 Wochen dazu. Ein minimales Redesign (gleicher Content, neues Design) geht in 4 – 6 Wochen.
Was kostet ein Redesign?
Für eine Standard-Business-Website mit 10 – 20 Seiten: 5.000 – 15.000 EUR beim Freelancer, 15.000 – 50.000 EUR bei einer Agentur. Die Kosten hängen von Komplexität, Custom Features und Content-Erstellung ab. Ein Rebuild auf moderner Technologie kostet langfristig oft weniger wegen geringerer Wartungskosten.
Verliere ich SEO-Rankings beim Redesign?
Wenn du die SEO-Migrations-Checkliste oben befolgst — nein. Etwas vorübergehende Schwankung in den ersten 2 – 4 Wochen ist normal, während Google deine Seite neu crawlt. Aber mit sauberen Redirects, URL-Mapping und Content-Erhaltung sollten sich deine Rankings innerhalb eines Monats stabilisieren oder verbessern.
Soll ich auf der gleichen Plattform bleiben oder wechseln?
Wenn deine aktuelle Plattform dich einschränkt (langsam, keine Features, teure Wartung), wechseln. Wenn sie gut funktioniert und nur das Design veraltet ist, bleiben. Ein Plattformwechsel während des Redesigns erhöht Komplexität und Kosten, kann sich aber lohnen wenn die alte Plattform dein Business ausbremst.
Kann ich phasenweise redesignen statt alles auf einmal?
Ja, und bei größeren Seiten empfehle ich das. Starte mit der Startseite und deinen Top-5 – 10-Traffic-Seiten. Miss den Impact. Dann rolle auf den Rest aus. Das reduziert Risiko und lässt dich aus echten Daten lernen.
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